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Vision Workers
mit GastroSuisse auf Innovations-Förderung

Wir treffen uns in Stans, im Kompetenzzentrum Kulinarisches Erbe der Alpen. Das ehemaliges Kapuziner-Kloster bietet viel Platz für Ideen und Reformationen. Es ist das Herzstück von Dominik Flammer. Er möchte mit dazu beitragen, das kulinarische Erbe der Alpen und ihre Vielfältigkeit in den Vordergrund der Lebensmittellandschaft Schweiz zu stellen. Dabei geht es ihm nicht um Massenkonsum und Monokultur, sondern vor allem um die Einzigartigkeit regionaler Traditionen. Er erweist uns als Gastgeber die Ehre.

Initianten und Gastgeber (von links nach rechts): Zita Langenstein (Leiterin Weiterbildung, GastroSuisse Zürich), Daniel C. Jung (Stv. Direktor und Mitglied der Geschäftsleitung, Abteilung Berufsbildung & Dienstleistungen, GastroSuisse Zürich) und Dominik Flammer (Autor und Projektleiter „Das kulinarische Erbe der Alpen“).

 

Der Ruf kam Mitte letzten Jahres von GastroSuisse aus. Es gilt ein wichtiges Thema anzupacken: Geschmack und Fachkenntnis vermehrt aufleben zu lassen. „Es scheint, heutzutage haben die Gäste mehr Ahnung von Kulinarik als die Servicemitarbeitenden!“ sagt Zita Langenstein, Leiterin Weiterbildung. Gemeint ist damit, dass mehr Wert auf berufliche Expertise gelegt wird. Was sind die Folgen? Der Beratung an der Front ist mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Der Verkauf stagniert.
Der Tenor zu diesem Thema ist einheitlich: Es muss etwas passieren – und zwar dringend!

Zusammen mit Daniel C. Jung, stellvertretendem Direktor bei GastroSuisse, haben sie die innovativsten Köpfe und Förderer der Schweizer Gastronomie-Szene um sich versammelt. Daniel nennt sie ehrwürdig seinen „Kreis der Persönlichkeiten“.

Ideen Sammeln.

 

Um diesem Mangel an Wertigkeit entgegen zu wirken, lanciert GastroSuisse am 27. und 28. März 2017 HOCHGENUSS. Es ist ein zweitägiges Get-Together, eine Austausch- und Bildungs-Plattform für die Fachkräfte des Geschmacks. Zum einen sind das Sommeliers, Köche und Gastro-Unternehmer. Sie beraten ihre Gäste, sind also Dienstleister und gleichzeitig Botschafter des Genusses. Doch sie bestreiten die Landschaft nicht alleine. Produzenten und Lieferanten haben als Waren-Steller und Arbeitgeber eine ebenso tragende Rolle.

Die Teilnehmer dieser Plattform  werden bewusst als „Prosumenten“ bezeichnet. Im Gegensatz zum klassischen Konsumenten, ist der Prosument dazu eingeladen, seine Erfahrungen und Erlebnisse vor Ort aktiv mit zu gestalten.

GastroSuisse ist sich sicher: nur qualitative Arbeit wird die Lage nachhaltig verbessern können.

Brunnen (o.), Kloster (u.r.) und Garten (u.l.) unter schneebedecktem Wald.

 

Das Projekt ist gewagt, nicht einfach umzusetzen und verlangt von den Protagonisten viel Engagement. Noch scheint alles wie unter einer starren Eisdecke: Man sieht, die Vision darunter, muss aber die Schale aufbrechen, um sie zu befreien. Daran wird zur Zeit gearbeitet… until we meet again.